Bienenmärchen -1- -2-

 


Die Weidenkinder und die Bienen

Es war sehr früh im Jahr, einmal, vor langer, langer Zeit. Mutter Sonne hatte eben den letzten Schneefleck von der Wiese unten am Bach weggewischt. Dowh der Wind blies noch kalt trotz der eifrigen Sonnenkinder, die von Frau Sonne aud die Erde geschickt wurden, um sie zu wärmen.
Was war nur mit dem Bienenstock im alten Baum los? So still war es da noch! Ob die Bienen wohl noch schliefen? Doch nein! Siehe da, da kletterte eine Biene doch unentwegt über die moosigen Baumrinde, vor dem Eingangstor zur Bienenburg auf und ab. Was suchte sie denn nur? Ach, sie murmelte ja auch etwas vor sich hin: "Dass doch der Winter heuer gar so lange dauern muss! Mein Bienenvolk hungert schon, aller Honig ist aufgebraucht, und keine einzige Blume ist noch zu sehen, o Gott, o Gott, was kann ich nur tun, um meinen Arbeitsbienen eu helfen?.Ich hab's!" Und sie rief nach der Bienenältesten: die kam matt und schwach herbeigekrochen.
"Königin, was soll ich tun?" fragte sie. "Du fliegst sofort zur alten Weide am Bach und bittest sie, dem hungernden Bienenvolk zu helfen."
Die alte Weide mit dem großen, grünen Kugelkopf guckte sehr erstaunt, als sie die Biene heranfliegen sah: "Ja, was machst denn du schon heraußen in der Kälte?", fragte sie die Biene. Diese flog ganz dicht an das Ohr der alten Weide und lispelte: "Ach, bitte, liebe, gute Weide, hilf uns doch! Meine Königin schickt mich. Du musst wissen, dass meine Schwestern schon vor Hunger krank sind. Ich fürchte, sie werden noch sterben, wenn sie
nicht bald süßen Nektar bekommen. Lass doch, bitte, deine Kinder aus ihren braunen, glänzenden Häuschen springen! Ach, bitte, bitte, hilf uns!"
Da guckte die Weide mit sehr ernstem Gesicht vor sich hin, schaukelte nachdenklich ihr Haupt und meinte endlich: "Es ist noch so kalt, meine Kinder sind kleine, zarte Dingelchen, ich habe Angst, sie können mir krank werden oder gar in der Nacht erfrieren.
Trotzdem muss ich euch aus eurer großen Not helfen!"
Da jubelte unsere kleine Biene, klatschte in die Händchen und rief: "Oh, wenn du nur willst, findest du sicherlich einen Weg, uns zu helfen! Ich glaube ganz fest daran, denn du bist sehr weise!"
"Ich werde es versuchen! Komm gleich morgen wieder, dann werde ich dir schon genaueres sagen können. Und nun flieg schnell heim, es ist sehr kalt, und du musst gesund bleiben!" sagte die Weide. "Hab Dank! Hab Dank!'", flüsterte das Bienchen, und Freudentränen kullerten ihm aus den großen Augen. Dann flog es schnell heim, um seiner Königin alles zu berichten.
Die Weide aber dachte lange nach, wie sie den Bienen helfen könnte, ohne ihren eigenen Kindern dabei Schaden zu bringen, aber es wollte ihr nichts Rechtes einfallen. Die Nacht war schon längst gekommen, und immer noch wusste sie keinen Rat. Da kam auf einmal die alte Eule herbeigeflogen, setzte sie auf die Weide und fragte: "Nun, Mutter Weide, wie geht's? Du schaust heute ganz so kummervoll drein, hast du Sorgen?" ­ "Ja, große sogar",
gab die Weide zur Antwort und erzählte der Eule von den hungernden Bienen. Doch auch der klugen, erfahrenen Eule wollte ausgerechnet heute kein guter Rat einallen, sie meinte nur: "Weißt du, ein dickes Pelzerl muussten halt deine Kinder anhaben, so einen Winterpelz wie die Mäuse, Rehe und Hasen." Da atmete die Weide auf: "Ich hab's! Ich weiß schon, wie ich's mache! Ich danke dir, gute Eule!"
Und was glaubt ihr, Kinder, was unser Bienchen am nächsten Morgen sah, als er zur Mutter Weide geflogen kam? Alle Weidenkinder guckten aus ihren braunen Mäntelchen heraus und hatten dicke, graue Wolljäcken an. Die Weidenmutter hatte sie noch schnell in der Nacht für sie gemacht, damit sie es warm hätten und doch den Bienen ihren süßen Nektar schenken könnten. Sie lachten auch allesamt recht unternehmungslustig in die Welt und konnten es gar nicht erwarten, die Bienen zum ersten Male begrüßen zu dürfen.
Und jetzt summte und brummte es auch endlich wieder einmal im Bienenstock. Als nämlich die Bienenälteste mit der Nachricht heimkam, die Weidenkinder warteten voll Freude auf das Bienenvolk, da ging es im Stock drunter und drüber zu. Am liebsten wären gleich alle Bienen auf einmal zur alten Weide geflogen.
Immer mehr Bienen kamen zur Weide, um sich endlich wieder satt zu essen. Auf einmal kam ein junges Bienchen ganz aufgeregt in den Stock zur Königin geflogen, und rief: "Königin, sie kämpfen, oh, mir ist so bang!" "Wer kämpft?" fragte die Königin ernst. "Nun, die Bienenschwestern mit den großen Hummeln und den bösen Wespen; es ist schrecklich anzusehen, oh, bitte kommt mit, Königin!", rief die kleine Biene in heller Angst. Die Königin fragte sie: "Warum kämpfen sie? Wer hat ihnen etwas getan?" ­ "Niemand, Königin. Aber weißt du, ie Hummeln und Wespen waren auf einmal da, und wollten auch Nektar haben, und da riefen meine Schwestern: ŒDie Weide gehört nur uns, da hat niemand anderer etwas zu suchen! Und schon begannen sie, auf die anderen loszugehen, um sie zu vertreiben. Damit haben sie auch Recht, nicht wahr, Königin?" ­ "Nein," rief die Königin, "hol mir sofort unsere Älteste!" Zitternd flog das Bienchen von dannen, um den Befehl der Königin auszuführen.Und als die Älteste zur Königin kam, sprach diese nur wenige Worte und schickte sie zur Weide. Unsere Bienenälteste aber flog eilig zu den wild surrenden Bienen und rief ihnen zu: "Die Königin befiehlt euch, sofort Frieden zu halten!" Immer wieder rief sie, so laut sie nur konnte, den Bienen den Befehl der Königin zu; da wurde es endlich stiller um die Weidenkinder, die ganz erschreckt mitten in diesen Tumult geraten waren. Die Bienen flogen bang nach Hause und mussten sich sofort alle um die Königin versammeln. Mit hängenden Köpfen standen sie da,als die Königin zu sprechen begann: "Ich dachte immer, mein Volk wäre kug und gut. Wenn es klug ist, dann weiß es, daß alles draußen in der Natur ein Geschenk Gottes ist und nicht einem allein gehört. Wenn mein Volk aber gut ist, dann teilt es sein Brot mit allen anderen, die auch Hunger haben. Und nun geht an eure Arbeit und denkt über meine Worte nach!"
Da schlichen die Bienen lautlos und beschämt davon.
Eine kleine Biene hatte sich auch ihr Körbchen mit goldigem Blütenstaub vollgestopft, wie sie es bei den anderen Bienen gesehen hatte. Nun hatte sie aber am Vortag in der Bienenschule nicht recht aufgepasst, als vom Honigbrotmachen die Rede war. Zum Glück fiel es ihr später wieder ein: man mischt Blütenstaub mit Honig und knetet alles ordentlich durch. Die kleine Biene aber wollte lieber mehr Blütenstaub sazunehmen und den Honig selber essen. Die kleinen Bienenkinder, für die das Honigbrot gehörte, sollten ruhig mehr Blütenstaub essen! Aber das sollte unsere kleine, geizige Biene noch bereuen! Eine alte Biene sah ihr nämlich zu, als sie zu einem Bienenkind lief und ihm das trockene Honigbrot ins Mäulchen steckte. O je! Fing das auf einmal zu husten an!
Und wie es an dem trockenen Zeug schlucken und würgen musste! Doh da war die alte Biene gerade noch zur rechten Zeit hinzugekommen, schüttelte und klopfte das Kleine so
lange, bis es wieder Luft bekam. Unser kleiner Geizhals aber musste zur Strafe tagelang
daheim bleiben und schmutzige Waben blank putzen, damit die anderen Bienen goldenen Honig hinenfüllen konnten. Das war eine ganz arge Strafe für das junge Bienchen. Nur ein paar Wochen schickte die Königin ihre Getreue wieder zur Weide, um ihr noch einmal Dank sagen zu lassen. Doch sie Weidenmutter ließ sie gar nicht erst zu Wort kommen, sondern streckte ihr alle ihre Zwiege entgegen: "Sieh her, all die kleinen, grünen Früchte, die danke ich deinen braven Bienenschwestern! Das gibt viele, viele Samen und dann viele, neue Weidenbäumchen. Ich habe halt meinen Kindern Wolljäckchen angezogen und will es nun jedes Jahr so machen. Ich habe euch geholfen,genau wie ihr mir geholfen habt, und so wollen wir es immer halten!"

Das Rosenfräulein

Es war einmal ein kleines Mädchen, das spielte in einem schönen, großen Garten. Es war noch sehr früh am morgen, so früh, dass eben noch ein Spinnebeinchen fehlte, bis die Sonnenscheibe mit dem goldenen Saum in das blaue Himmelszelt lugte. Der Tau lag noch auf Blumen und Gräsern, und viele Blütenkelche waren noch geschlossen.
Die Vögel aber waren schon wach und jubelten aus voller Brust, die Lerchen flogen in den heller werdenden Himmel, und aus dem Hänflingnest guckten die flaumigen Jungen wie gelbgrüne Federbällchen.
Unser kleines Mädchen sah mit einem Male ein großes, schönes Fräulein durch die schmalen Pfade des Gartens wandeln, das neigte sich zu all den tausenden Blumen und küsste sie auf den geschossenen Kelch.
Da schlugen die vielen Blumenkinder die buntfarbenen Augen auf, die Lilien und Tulpen öffneten sich, der Flieder duftete, die frühen Nelken blieben nicht zurück, und die Tausendschönchen waren wie ein zierlicher Elfenreigen.
Das Mädchen schaute voll Verwunderung die fremde Frau an, die es früher nie gesehen hatte. Sie war in ein wunderschönes rosenfarbenes Gewand gekleidet,eine weiße Schärpe gürtete sie, und ein Tüchlein aus gelber, feinster Seide umhüllte ihre Schultern. Sie trug ein Diadem aus goldenen, zierlichen Käfern, und ihr Angesicht war so schön, wie kein Mensch es je gesehen hat.
Das Fräulein war nun zu den vielen Rosenbüschen gekommen, die den Hintergrund des Gartens mit ihren unzähligen weißen und roten, gelben und rosafarbenen Blumen erfüllten. Dort stand die Fremde einen Augenblick still, und es war, als lausche sie auf den anrollenden Wagen der Sonne, den eben die feuerfarbenen Herolde mit langen rotgoldenen Posaunen verkündeten.
Da wagte sich das kleine Mädchen an das schöne Fräulein heran und fragte: "Wer bist du denn, schöne Frau, ich habe dich noch nie in unserem Garten gesehen?"
Die Fremde lächelte und sagte: "Du bist aber auch noch nie so früh aufgewesen, kleines Mädchen! Du hast ja noch dein Nachthemdchen an, und gekämmt bist du auch noch nicht. Ich bin aber jeden Morgen ganz früh im Garten, denn ich bin das Rosenfräulein und muss die Blumen wachküssen." Und das kleine Mädchen fragte weiter: "Und wo wohnst du denn eigentlich, schönes Rosenfräulein?"
Die Fremde lachte und sagte: "Weil du so ein artiges kleines Mädchen bist und alle Blumen lieb hast, will ich dir gerne mein Stübchen zeigen."
Sie neigte sich und küsste erst das kleine Mädchen auf die Stirn, dann drückte sie ihre Lippen auf ein Rosenknöspchen, das eben aufspringen wollte.
Da war plötzlich ein großer runder Saal aus rosa Seide ausgespannt, und goldene Stühlchen standen im Kreise, und dazwischen waren kleine Tischchen aus Edelstein.
"Siehst du, da wohne ich!", sagte das Rosenfräulein. Und sie nahm das kleine Mädchen an der Hand, ging mit ihm in das seidene Zelt, und sie setzten sich auf die goldenen Stühlchen.
Summende Bienchen kamen angetrippelt, hatten ein weißes Schürzchen vorgebunden und schenkten Nektar aus silbernen Bechern.
Eine dicke Hummel in schwarz-gelber Samtrobe stand in der Ecke und gab genau Acht, dass die Bienchen nichts von dem süßen Trank verschütteten.
Dann kamen zierliche Junker, in Gold und grüne Seide gewandet, und kredenzten goldgelbes
Honigbrot auf veilchenfarbenen Tellern.
Im Hintergrund aber saß eine lustige Kapelle aus bunt schillernden Fliegen, die eifrig die Geige spielten, dicke Käfer strichen den Brummbass dazu, und die kleinen Blattläuschen trommelten und waren ganz rot vor Eifer und Anstrengung.
Unser kleines Mädchen wunderte sich sehr, dass die Bienchen und die Fliegen und die Käfer so groß waren wie es selbst. Aber es trank eifrig aus dem silbernen Becherund aß von dem goldgelben Brot, denn alles schmeckte wunderbar süß und seltsam.
"Gefällt es dir bei mir?", fragte das Rosenfräulein. Das Mädchen nickte eifrig, denn es
konnte nicht sprechen, da es gerade ordentlich von dem veilchenblauen Teller genommen hatte.
"Dann kannst du mich jeden Tag besuchen kommen, bevor die Sonne aufgeht. Du darfst aber niemandem davon sagen, denn die großen Leute kennen mich nicht."
Da nickte das Mädchen und sagte: "Ich will schon brav stille sein, liebes Rosenfräulein, und dich jeden Tag besuchen; denn ich habe dich sehr lieb, und hier ist es sehr schön!"
Da nahm das Rosenfräulein das Mädchen wieder an der Hand, führte es aus dem Zelt und
gab ihm einen Kuss auf die Stirn.
Eben ging die Sonne auf und funkelte in den Tautropfen auf Blumen und Gräsern.Mit Staunen sah unser kleines Mädchen, dass es in einer Rose zu Gast gewesen war.Diese Rose war aber sicherlich die schönste unter allen und hatte ein goldenes Staubfädenherz. Noch war es dem Mädchen, als tönten leise die Geigen und riefe das Rosenfräulein hinter ihm her.
Ganz befangen von dem wundersüßen Geschehen ging Klein-Mädchen durch den Garten zum Haus zurück. Alle Blumenkelche waren nun weit offen, und die Sonnenstrahlen tanzten.
Die Mutter stand auf der Schwelle und sah nach dem Kinde aus. "Aber Mädchen, wie kannst du nur schon so früh in den Garten laufen? Du hast ja noch dein Nachthemdchen an, und gekämmt bist du auch noch nicht!"Doch als die Mutter nun ihr Klein-Mädchen ansah, wusste sie gleich, dass etwas geschehen war, denn es hatte dunkel glänzende Augen, Goldflitterchen im Haar, und das ganze Mädelchen duftete wie eine süße Rose.
Die Mutter fragte das kleine Mädchen immer wieder, wo es denn gewesen sei. Und da erzählte es endlich, dass es beim Rosenfräulein zu Gaste war. Die Mutter meinte: "Ei, ei, da hat mein Mäuschen aber schön geträumt!" Das Mädchen erinnerte sich nun, dass das Rosenfräulein gesagt hatte, es dürfe niemandem von dem Besuche erzählen.
Und so oft das Mädchen auch später wieder vor Sonnenaufgang im Garten war, das Rosenfräulein hat es nie mehr gesehen.

Olivella Flower und die Geistwesen

Im Dorf der grünen Mais-Kiva lebten Olivella Flower und das Gelbe Mais-Mädchen. Olivella ging jeden Tag auf die Jagd und brachte immer ein Reh mit heim. Er war ein guter Junge, er dachte nie an etwas Böses. Der alten Spinnengroßmutter, dem Büffel und dem Reh gab er Gebetsstöcke, damit sie ihm helfen sollten, das auszuführen, was ihm im Sinn stand. Er bat sie jeden Morgen um Hilfe. Also halfen sie. Er tötete ein oder zwei Rehe jeden Tag. Da wurden die Geistwesen zornig. Also riefen sie alle der Ihren zusammen. Sie sprachen : "Dieser Olivella nimmt sich an Fleisch, was er will, und den Rest wirft er fort. Er meint wohl, so ein Reh sei nichts wert. Wir müssen etwas dagegen unternehmen. Ihr jungen Burschen hier, wer von euch will Olivella Flower töten ?"
"Ich werde ihn töten", sagte da einer, "ich werde ein großes Reh zaubern. Ihr müßt nur heute nacht etwas Schnee machen. Dann schicke ich jemanden zu Olivella. Der soll ihm ausrichten, da stehe Wild." Es war der Coyote, der diesen Einfall unter den Geistwesen hatte. Was er vorgeschlagen hatte, geschah. Dieses Geistwesen machte ein großes Reh draußen vor dem Dorf. Es gab da einen Steinschrein, und das Reh sprang nahe davon herum.
Dann ließ das Geistwesen jemanden zu Olivella Flower gehen. Man weckte ihn und erzählte ihm von dem Wild.
Flower zog sich an, nahm Pfeil und Bogen und ging zu der Stelle hin. Er sah dort das Reh springen. Es war ein großes Reh. Er verfolgte es.
Da sprach die alte Spinnenfrau ihn an: "Olivella Flower", sagte sie, "auf was jagst du da?" "Ich jage ein Reh."
"Das ist kein Reh", antwortete sie. "Es gibt da Geistwesen, die dich verfolgen. Sie sind wütend auf dich und stellen dir nach. Hör auf mich. Sie sind darauf aus, dich zu töten. Was aber das Reh angeht, so fange es." Sie gab ihm eine Medizin. "Verfolge es, den kleinen Abhang hinab und dann noch über drei Abhänge hin. Dann sprenge Medizin auf seine Spuren, spritze etwas von der Medizin über dich und deine Hände." Tatsächlich brach am vierten Hügel das Reh, als er es verfolgt und getan hatte, wie sie ihm geheißen, zusammen. Es konnte nicht mehr laufen. Er schoß einen Pfeil auf das Tier ab. Da sprach das Reh: "0 weh, älterer Bruder Olivella Flower, du hast mehr magische Kräfte als wir. Es geht mir schlecht. Ich sterbe fast, aber ich kann nicht sterben, töte mich." Und Olivella Flower tötete es.
Die Geistwesen hatten ein Feuer in ihrer Kiva. Sie warteten auf Olivella Flower. Sie hatten vor, ihn zu töten. Aber nun kam er mit dem Reh daher. Da hieß die alte Spinnenfrau Olivella Flower das Reh in die Kiva tragen und es dort ablegen. So geschah es. Sie dachten, jemand bringe Olivella Flower, aber er sprach zu ihnen: "Ich bringe euch ein Reh", und warf ihnen das Tier hin.
Da schalten sie mit ihrem Häuptling und riefen: "Olivella Flower hat dich geschlagen."
"Es gibt noch viele gute Jungen hier bei uns. Ich werde Olivella Flower töten. Haltet euch bereit. Ich mache einen Berglöwen. Niemand kann es mit einem Berglöwen aufnehmen", sagte der Häuptling. Er hieß den Coyoten etwas Schnee zu zaubern. Als der Coyote den Schnee rief, kam dieser auch. Ein anderer Junge von den Geistwesen ging, klopfte bei Olivella Flower an die Tür und sprach: "Guten Morgen, älterer Bruder. Ein Berglöwe ist hier vorbeigekommen." "Gut", erwiderte Flower, "dann werde ich ihn fangen und eine Bettdecke aus seiner Haut machen." Er griff sich Pfeil und Bogen und ging hin. Und wieder redete die alte Spinnenfrau mit ihm: "Olivella Flower, was hast du vor?"
"Ich stelle einem Berglöwen nach", sagte er . " Das ist kein Berglöwe, das ist ein Geistwesen." Also gab sie ihm abermals eine Medizin für den Puma. "Wie du es mit dem Reh gemacht hast, so mach es auch mit dem Puma. Sprüh Medizin auf die Spuren und auf deinen Körper. Geh über zwei Hügel, sprüh dann abermals Medizin auf die Spur ." Das tat er. Als er zum dritten Hügel kam, lagen da ein paar Stangen. Der Puma wandte sich um und stolperte.
Der Puma sagte: "Du hast mehr Zauberkraft, als wir sie aufbringen. Töte mich." Olivella erschoß ihn, als es dunkel wurde, und trug ihn dann heim. Die Geistwesen saßen wieder in der Kiva zusammen. Sie sprachen untereinander: "Merkwürdig, dieser Puma müßte schon längst dasein. Vielleicht wartet er , bis es dunkel wird. Dieser Puma wird ihn töten."
Da betrat Olivella mit dem Kadaver die Kiva. "Hier bringe ich wieder einmal ein Reh", sagte er und warf seine Jagdbeute auf den Boden.
Sie schimpften untereinander. "Ich mache ein Kaninchen", sagte endlich einer. Er forderte den Coyoten auf, den Schnee zu rufen. Dieses Kaninchen hoppelte nahe an Olivellas Haus vorbei. Eines von diesen Geistwesen klopfte wieder an Olivellas Tür und machte ihn darauf aufmerksam.
"Ich werde es fangen", rief Olivella Flower, "dann haben wir Kaninchenfleisch." Also zog er sich an und rannte dem Kaninchen nach.
Als er so lief, sprach die alte Spinnenfrau zu ihm: "Olivella Flower, wem jagst du nach ?"
"Einem Kaninchen." "Das ist kein Kaninchen. Das ist ein Geistwesen. Ich werde dir helfen. Wir müssen dir helfen, weil auch du uns nie vergessen hast. Komm, ich gebe dir wieder eine Medizin." Sie gab Olivella Flower Bienen und Hummeln und sagte: "Wenn du in Bedrängnis gerätst, dann lasse sie frei. Die Großen unter ihnen werden dir nicht viel helfen. Laß, wenn sie es nicht schaffen, die Kleinen los." Also tat er sie in ein Stück Tuch und steckte dies in den Gürtel. Danach verfolgte er das Kaninchen. Es gab da eine Spalte im großen Hügel, und dort hinein sprang das Kaninchen. Olivella Flower schaute in den Spalt. Er sah nicht sehr weit. Er griff mit der Hand hinein. Da zog ihn das Kaninchen herein. Er saß fest. Dann erinnerte er sich an die Bienen. Er holte sie heraus. "Helft mir", sagte er. Die Bienen kamen. Sie summten herum, aber sie konnten nicht viel ausrichten. Sie wurden rasch müde. Da packte er sie wieder ein und steckte sie in seinen Gürtel.] Jetzt holte er die kleinen Bienen heraus. Er sprach: "Wie ein Mann sollt ihr mir helfen." Sie machten großen Lärm. Sie trieben das Kaninchen hinaus. Sie stachen es am ganzen Leib, im Mund und in den Ohren. Dann gelang es Olivella, das Kaninchen zu fangen. Er fing nun auch die kleinen Bienen wieder ein. Er
nahm das Kaninchen und trug es in das Haus der Spinnenfrau.
"Guten Abend. Sie haben mir geholfen", sagte er, "ich habe das Kaninchen gefangen. Hier bringe ich es. Ich bin froh, daß du mir geholfen hast."
Die alte Spinnenfrau sprach: "Weil du an uns geglaubt hast und immer Gebetsstöcke für uns machst, deren Federn aus unseren Kleidern stammen, helfen wir dir auch. Vergiß uns nicht. Die Geistwesen können dir nichts mehr anhaben."Ovella Flower ging zur Kiva."Hier bringe ich euch wieder einmal ein Reh", sagte er und warf das Kaninchen hinab. Als die Geistwesen den Kaninchenkadaver sahen, versuchten sie nicht länger, sich an Olivella heranzumachen und ihn zu töten.
(Märchen der Rio-Grande Pueblo)

Ein physikalisches Märchen

Vor vielen, vielen Lichtjahren lebte im Lande Physikalien die schöne Königstochter Elektro-Liese. Seit ihrer Jugend war sie dem Grafen Oszillo von Kathodenstrahl zugetan. Aber Graf Oszillo hatte einen Widersacher, den Grafen Tele aus dem Geschlecht der Photo-Grafen,der selbst ein Wirbelauge auf Elektro-Liese geworfen hatte.

Eines Tages wurde Graf Oszillo auf der Jagd am Ausgang des Wellentales von Teles Knechten überfallen und auf eine Druckfort-Pflanzung gebracht, wo an den Zweigen der Bleibäume die herrlichsten Glühbirnen gediehen. Durch die Quadratwurzel waren sie gut geerdet. Oszillos treuer Knappe Wolfram-Draht wurde mit einem Wagnerschen Hammer niedergeschlagen, obwohl er aus allen galvanischen Batterien feuerte. Er war aber nur verwundet und wurde von seinen Kons-Tanten und Basen gesundgepflegt.

Alsbald machte er sich mit seinem Fahrad auf, seinen Herren zu suchen. Mit seinem übergroßen Transformat-Ohr hörte er bald, wo dieser war. Es war Eile geboten, denn morgen sollte Elektro-Liese den Grafen Tele heiraten, den sie von der ersten Ampere-Sekunde an verabscheut hatte. Aber ihre Freundin, die Gasana-Liese, hatte ihr zugeraten, da sie schon das astronomische Alter von 20 Lichtjahren hatte. Bald wurden die Stadt und das Schloss festlich geschmückt. Die fünf Tore (Isola-Tor, Genera-Tor, Transforma-Tor, Vek-Tor,Sek-Tor) wurden mit Zündkerzen erleuchtet. Graf Oszillo und Wolfram-Draht bereiteten inzwischen die Flucht vor. Sie rösteten einige Atomkerne und Kosi-Nüsse auf der Robert-Kochplatte, zogen sich feste Polschuhe und warme Windhosen an, und als die Temperat-Uhr
Mitternacht schlug, schnürten sie ihre Strahlenbündel und verließen das Haus. Der Wächter hatte nichts gemerkt, da er einen elliptischen Anfall hatte. Die Türschlösser öffneten sie mit einer Bohr-Maschine von Niels, und dann jagten sie in größter Eile über die Magnet-Felder und das Kilo-Watt hinweg. Schon näherten sie sich dem Wechselstrom, der sich in grossen Sinuskurven dahinschlängelte. Dort rasteten sie, tränkten ihre Pferde mit Kristall-Wasser aus einer Lichtquelle und badeten ihre müden Glieder, bis sie wieder ihre Hesse'sche Normalform zurückgefunden hatten. Später ließen sie sich von einer Atmos-Fähre übersetzen. Die Flaschen-Züge der Erd-Bahn donnerten am Kraft-Fluss vorbei.
Als die ersten Röntgen-Strahlen der Morgensonne zwischen den Elektronen-Wolken hervorbrachen und die ersten Tur-Bienen summten, kamen die beiden am Kondensa-Tor an. Sie versteckten sich zwischen Wellenpaketen in einer Mischungs-Lücke und kamen ungehindertin die Stadt. Voller Wis-Mut drangen sie in das Schloss ein. Graf Tele, der in der Nacht in der Milli-Bar gezecht hatte, wurde mühelos überwältigt und dem Gleich-Richter übergeben, der ihn nach dem Coulomb'schen Gesetz verurteilte. Er ließ ihn mit einem Helm-Holtz solange verprügeln, bis er ultraviolett war. Elektro-Liese aber fühlte ihr Mega-Hertz heftig schlagen, als Oszillo endlich bei ihr war.
Es begann nun eine fröhliche Hochzeit. Zuerst trug der Fern-Sprecher eine selbstverfasste Tri-Ode vor, dann wurde dem getreuen Knappen Wolfram das Koordinaten-Kreuz verliehen (das Faden-Kreuz hatte er schon). Für die Bewohner der Stadt wurde ein großes Laby-Rind gebraten, und in dem riesigen Dampfkessel brodelte ein fettes Essen aus Konkav-Linsen und Tang-Enten. Es wurde mit Hilfe von Belichtungs-Messern und Stimm-Gabeln verzehrt. Zum Nachtisch wurden Lack-Mus und Re-Torten gereicht. Die Kapellen einigten sich auf den richtigen New-Ton und spielten bis zum frühen Morgen flotte Loga-Rhythmen. Am nächsten Tag berichtete die hydraulische Presse in allen Einzelheiten über das große Ereignis.
Zähle nie die Flügel einer Elfe!
In Bestimmungsschlüsseln für Insekten gibt es häufig einen wichtigen Entscheidungsschritt: Flügel durchsichtig, Anzahl der Flügel: 2 oder 4? Je nach Antwort wird der Benutzer zu
Zweiflüglern (Fliegen und Mücken) oder Hautflüglern (Bienen, Wespen, Ameisen) geleitet. Wie aber soll man die Anzahl der Flügel feststellen, wenn das Tier sie über dem Körper zusammengelegt hat? Die Verfasser meinen wohl, nur tote Insekten seien gut zu bestimmen, am besten genadelt und mit ausgebreitet gespannten Flügelpaaren, wie sie in Bestimmungsübungen demonstriert werden. Leider werden sie so auch in vielen Büchern abgebildet, als würden Fliegen und Bienen uns nicht auf jedem Spaziergang im Sommer und sogar im Haus summend und brummend ganz anders begegnen.
"Elfen" haben im Märchen gläserne Flügel. Insekten mit durchsichtigen Flügeln haben wir ebenso benannt: Dann gibt es schlanke und grazile Elfen wie die Libellen, und dicke plumpe wie die Hummeln. Zu den Elfen zählen auch Bienen und Fliegen. Da einige Schwebfliegen Bienen nachahmen, sind beide gar nicht leicht zu unterscheiden. Im Flug brummen diese Fliegen ganz ähnlich wie Bienen und täuschen sogar durch die Haltung der Beine eine Biene vor. Und wenn sie auf einer Blüte sitzen oder umherkrabbeln, ist die Anzahl der Flügel schon gar nicht auszumachen. Um Elfen als Bienen oder Fliegen zu erkennen, sollte man sie allerdings nicht töten.
Es gibt nämlich einfacherer Bestimmungsmöglichkeiten:
Bienen haben lange, vielgliedrige Fühler, die beim aktiven Tier (wie bei allen Hautflüglern) andauernd in Bewegung sind; Fliegen dagegen besitzen meist nur stummelförmige Fühler, die
stets unbeweglich starr gehalten werden. Außerdem haben Fliegen sehr große Augen. Wer also wissen möchte, was für eine Elfe ihm gerade am Fenster oder auf einer Blüte begegnet, sollte auf den Kopf mit den Fühlern und den Augen schaun und er wird Bienen und Fliegen nicht mehr verwechseln. Nicht einmal bis 4 muß er zählen können, nur richtig hinsehen.
(Gebrüder Grimm)

Der faule Heinz

Heinz war faul, und obgleich er weiter nichts zu tun hatte, als seine Ziege täglich auf die Weide zu treiben, so seufzte er dennoch, wenn er nach vollbrachtem Tagewerk abends nach Hause kam. 'Es ist in Wahrheit eine schwere Last,' sagte er, 'und ein mühseliges Geschäft, so eine Ziege Jahr aus Jahr ein bis in den späten Herbst ins Feld zu treiben. Und wenn man sich noch dabei hinlegen und schlafen könnte!
aber nein, da muß man die Augen aufhaben, damit sie die jungen Bäume nicht beschädigt, durch die Hecke in einen Garten dringt oder gar davonläuft. Wie soll da einer zur Ruhe kommen und seines Lebens froh werden!' Er setzte sich, sammelte seine Gedanken und überlegte, wie er seine Schultern von dieser Bürde frei machen könnte. Lange war alles Nachsinnen vergeblich, plötzlich fiels ihm wie Schuppen von den Augen. 'Ich weiß, was ich tue,' rief er aus, 'ich heirate die dicke Trine, die hat auch eine Ziege und kann meine mit
austreiben, so brauche ich mich nicht länger zu quälen.'
Heinz erhob sich also, setzte seine müden Glieder in Bewegung, ging quer über die Straße, denn weiter war der Weg nicht, wo die Eltern der dicken Trine wohnten, und hielt um ihre arbeitsame und tugendreiche Tochter an. Die Eltern besannen sich nicht lange, 'gleich und gleich gesellt sich gern,' meinten sie und willigten ein. Nun ward die dicke Trine Heinzens Frau und trieb die beiden Ziegen aus. Heinz hatte gute Tage und brauchte sich von keiner andern Arbeit zu erholen als von seiner eigenen Faulheit. Nur dann und wann ging er mit hinaus und sagte 'es geschieht bloß, damit mir die Ruhe hernach desto besser schmeckt: man verliert sonst alles Gefühl dafür.'
Aber die dicke Trine war nicht minder faul. 'Lieber Heinz,' sprach sie eines Tages, 'warum sollen wir uns das Leben ohne Not sauer machen und unsere beste Jugendzeit verkümmern? Ist es nicht besser, wir geben die beiden Ziegen, die jeden Morgen einen mit ihrem Meckern im besten Schlafe stören, unserm Nachbar, und der gibt uns einen Bienenstock dafür? den Bienenstock stellen wir an einen sonnigen Platz hinter das Haus und bekümmern uns weiter nicht darum. Die Bienen brauchen nicht gehütet und nicht ins Feld getrieben zu werden: sie fliegen aus, finden den Weg nach Haus von selbst wieder und sammeln Honig, ohne daß es uns die geringste Mühe macht.' 'Du hast wie eine verständige Frau gesprochen,' antwortete Heinz, 'deinen Vorschlag wollen wir ohne Zaudern ausführen: außerdem schmeckt und nährt der Honig besser als die Ziegenmilch und läßt sich auch länger aufbewahren.'
Der Nachbar gab für die beiden Ziegen gerne einen Bienenstock. Die Bienen flogen unermüdlich vom frühen Morgen bis zum späten Abend aus und ein, und füllten den Stock mit dem schönsten Honig, so daß Heinz im Herbst einen ganzen Krug voll herausnehmen konnte.
Sie stellten den Krug auf ein Brett, das oben an der Wand in ihrer Schlafkammer befestigt war, und weil sie fürchteten, er könnte ihnen gestohlen werden oder die Mäuse könnten darüber geraten, so holte Trine einen starken Haselstock herbei und legte ihn neben ihr Bett, damit sie ihn, ohne unnötigerweise aufzustehen, mit der Hand erreichen und die ungebetenen Gäste von dem Bette aus verjagen könnte.
Der faule Heinz verließ das Bett nicht gerne vor Mittag: 'wer früh aufsteht,' sprach er, 'sein Gut verzehrt.'
Eines Morgens, als er so am hellen Tage noch in den Federn lag und von dem langen Schlaf ausruhte, sprach er zu seiner Frau 'die Weiber lieben die Süßigkeit,' und du naschest von dem Honig, es ist besser, ehe er von dir allein ausgegessen wird, daß wir dafür eine Gans mit einem jungen Gänslein erhandeln.' 'Aber nicht eher,' erwiderte Trine, 'als bis wir ein Kind haben, das sie hütet. Soll ich mich etwa mit den jungen Gänsen plagen und meine Kräfte dabei unnötigerweise zusetzen?' 'Meinst du,' sagte Heinz, 'der Junge werde Gänse hüten? heutzutage gehorchen die Kinder nicht mehr: sie tun nach ihrem eigenen Willen, weil sie sich klüger dünken als die Eltern, gerade wie jener Knecht, der die Kuh suchen sollte und drei Amseln nachjagte.' 'O,' antwortete Trine, 'dem soll es schlecht bekommen, wenn er nicht tut, was ich sage. Einen Stock will ich nehmen und mit ungezählten Schlägen ihm die Haut gerben. Siehst du, Heinz,' rief sie in ihrem Eifer und faßte den Stock, mit dem sie die Mäuse verjagen wollte, 'siehst du, so will ich auf ihn losschlagen.' Sie holte aus, traf aber unglücklicherweise den Honigkrug über dem Bette. Der Krug sprang wider die Wand und fiel in Scherben herab, und der schöne Honig floß auf den Boden. 'Da liegt nun die Gans mit dem jungen Gänslein,' sagte Heinz, 'und braucht nicht gehütet zu werden. Aber ein Glück ist es, daß mir der Krug nicht auf den Kopf gefallen ist, wir haben alle Ursache, mit unserm Schicksal zufrieden zu sein.' Und da er in einer Scherbe noch etwas Honig bemerkte, so langte er danach und sprach ganz vergnügt 'das Restchen, Frau, wollen wir uns noch schmecken lassen und dann nach dem gehabten Schrecken ein wenig ausruhen, was tuts, wenn wir etwas später als gewöhnlich aufstehen, der Tag ist doch noch lang genug.' 'Ja,' antwortete Trine, 'man kommt immer noch zu rechter Zeit. Weißt du, die Schnecke war einmal zur Hochzeit eingeladen, machte sich auf den Weg, kam aber zur Kindtaufe an. Vor dem Hause stürzte sie noch über den Zaun und sagte 'eilen tut nicht gut,.'