Horst Wiedall:

Meinen ersten Kontakt zur Imkerei hatte ich, als ich mit 15 Jahren zwei Imker kennenlernte. Bei diesen beiden Männern ging ich eine ganze Zeit in die ''Lehre der Imkerei''. Ich sah ihnen über die Schulter und kaufte nach einiger Zeit im Alter von 18 Jahren mein erstes eigenes Bienenvolk.

Die erste Zeit übte ich und machte alle Fehler, die man als junger Imker nur machen kann. Durch ständiges Lesen, Fortbilden und Experimentieren gewann ich immer mehr Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in der Imkerei.

Meine Philosophie ist eine natürliche Hege und Pflege der Bienen und eine Schädlingsbekämpfung ohne Chemie. Als Seuchenwart im Rhein-Sieg-Kreis versuchte ich auch anderen Imkern bei ihrem Kampf gegen Faulbrut (eine Infektionskrankheit der Bienen) oder Varoabefall (Befall der Bienen mit einem Schädling,der Spinnmilbe Varoa, die Bienen wie ein Vampir aussaugt) zu helfen.

Der Deutsche Imkerbund würdigte meine Tätigkeiten durch Auszeichnungen und Medaillen in BRONZE , SILBER und GOLD.

Für Ausstellungen, zum Beispiel in Museen, Kindergärten, Schulen und bei diversen Vorträgen die ich hielt, entwickelte und baute ich einen gläsernen Bienenkasten in dem man meine Bienen und ihr Leben im Bienenstock ganz genau beobachten kann.

Meine Vorträge, unterstützt durch meinen gläsernen Bienenstock, konnten einigen Menschen die Angst vor Bienen nehmen, die zum Teil aus der Unkenntnis über Bienen und deren Leben entsteht

Für die Feuerwehr und Polizei (in Fällen von Bienenschwärmen etc.) bin ich Ansprechpartner, stehe allerdings auch jedem anderen, der Fragen zu Bienen oder Honig oder verwandten Themen hat, gerne für Auskünfte zur Verfügung.

Während meiner mittlerweile über 50 Jahre andauernden Imkertätigkeit kamen öfters junge Imker oder Menschen die mit der Imkerei beginnen wollten zu mir. Diesen Leuten half und helfe ich mit Tipps und Tricks der Imkerei, genau wie mich als Jugendlichen die beiden Männer bei meinen Imkerei-Anfängen unterstützt hatten.

Einer dieser ''Imker-Schüler'' wanderte auf einen anderen Kontinent aus und hat dort nach wie vor seine Bienen. Andere sind ebenfalls noch immer der Imkerei zugetan und rufen mich so ab und zu an oder besuchen mich. Leider haben aber auch einige Leute nicht verstanden, dass Imkerei kein gelegentlicher Spass ist, sondern Arbeit mit Tieren, welche besondere Hege, Pflege und Liebe brauchen.

Die Imkerei ist für mich ein Gebiet auf dem es immer wieder etwas Neues gibt und so lerne ich permanent weiter.

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